Spende für Maheni – ein Dorf in Südafrika
Herbst 2003 war es und ich hatte die wunderbare Gelegenheit, an einer Reise nach Südafrika teilzunehmen. Südafrika – ein Traum wurde wahr.
Die bezaubernde, vielfältige Landschaft zog uns alle in ihren Bann.
Aber auch die Begegnungen mit den Menschen, die dort leben.
Wir besuchten unter anderem das Heimatdorf eines, zur schwarzen Bevölkerung gehörenden Reiseleiters Nndwakhulu Maghodzo, der uns während unseres Aufenthaltes in Südafrika betreute. Das Dorf Maheni liegt in Venda, einer Region im Nordosten Südafrikas, dicht an der Grenze zu Simbabwe. Wir besichtigten dort u.a. die Schule, wurden von den Kindern und Lehrern herzlich aufgenommen. Wir sahen, unter welchen Bedingungen die Kinder dort lernen und die Lehrer arbeiten.
Zwei Jahre später machte sich eine Gemeindegruppe von fast 40 Teilnehmern zu einer gemeinsamen Reise nach Südafrika auf. Wieder war auch Maheni eines unserer Ziele. Der Häuptling des Dorfes empfing uns, zeigte, was in Maheni neu entstanden war und was dort dringend vonnöten ist.
Inzwischen hat unsere Kirchgemeinde, beginnend mit Heilig Abend 2003, vier Mal für Projekte in Südafrika gesammelt. Zwei Mal für eine nur schwer zu erreichende Schule in den Bergen; für die Kinder wurden Schulbücher angeschafft, zwei Mal für das Dorf Maheni. Dort lag uns besonders am Herzen, dass die Bevölkerung mit einem eigenen Brunnen versorgt wird. Bisher mußten die Menschen, meistens die Frauen, das Wasser aus einem kilometerweit entfernten Brunnen herantragen.
Dieses Brunnenbohrprojekt konnte inzwischen – auch dank einer großzügigen Einzelspende eines Reiseteilnehmers einer späteren Reisegruppe – verwirklicht werden. Es wurde ein schöner Schulgarten angelegt.
Auf den Fotos sehen Sie, dass es inzwischen eine Wasserleitung und einen Schlauchanschluß für die Schulgartenbewässerung gibt. Unsere Kollekte der Jahre 2005 und 2006 in Höhe von 1.306,26 €, die Frau Lenz-Engelhardt von der Evangelischen Akademie Martinsried im Mai 2007 freundlicherweise stellvertretend für uns persönlich übergab, soll nun für die Errichtung eines Waschhauses verwendet werden. Die Idee ist, dass jede Schülerin und jeder Schüler eine zweite Schuluniform erhält, die in der Schule gewaschen, gepflegt und getragen werden kann. Für viele Kinder ist die Uniform die beste (und oft einzige vollständige) Bekleidung, die auch zu Hause und auf den Feldern verwendet wird. Das Waschhaus soll es den Kindern ermöglichen, sich in eigener Verantwortung um ihre Kleidung zu kümmern und nebenbei auch praktische Maßnahmen zur Hygiene zu erlernen.
Unsere damaligen Reiseleiter Nndwakhulu und Traugott Fobbe werden sich um die entsprechende Verwendung der Mittel kümmern.
Übrigens hat die Schule vor kurzem den dritten Preis in einem Wettbewerb „Schönste Schule“ erhalten, was vor allem auf den Garten vor der Schule zurückgeht, der ja erst durch die Bewässerung angelegt werden konnte.
Wer weiß, vielleicht überzeugen wir uns eines Tages vor Ort von den Fortschritten in diesem kleinen Dorf.
Anke Kieseler-Hausberg