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Partnergemeinden: Lichtenhagen Dorf und Hamburg-Sasel
Seit mehr als 60 Jahren gibt es die freundschaftlichen Kontakte zwischen der Kirchgemeinde Lichtenhagen Dorf und der Kirchengemeinde Vicelin in Hamburg/Sasel.
Zeugnis dafür ist eine, in der Saseler Kirche immer auf dem Altar liegende Bibel, in der eine Widmung der Lichtenhäger Frauenhilfe zu finden ist.
Bis zur Wende gab es vielfach Besuche von West nach Ost, selten umgekehrt.
Nach 1990 fuhr erstmals eine Lichtenhäger Jugendgruppe unter der Leitung der damaligen Lichtenhäger Pastorin Elisabeth Krummacher nach Sasel.
Aus der Patengemeinde wurde die Partnergemeinde Lichtenhagen, partnerschaftliches Zusammenarbeiten wurde möglich.
Seit dieser Zeit gibt es regelmäßige Treffen zwischen dem Kirchgemeinderat bzw. Kirchenvorstand und anderen interessierten Gemeindegliedern aus Lichtenhagen und Sasel, die mindestens einmal im Jahr stattfinden.
Abwechselnd lädt die Saseler Gemeinde mit ihrem Pastor, dem lange in Greifswald tätigen Thomas Jeutner, und die Lichtenhäger Gemeinde mit ihrer Pastorin Anke Kieseler-Hausberg zu einem Thema und Erfahrungsaustausch ein. Oft waren kirchliche Bildungsheime der Treffpunkt. In den letzten beiden Jahren allerdings waren die jeweiligen Heimatgemeinden direkt vor Ort die Gastgeber, um diese Treffen mehr in den Alltag und damit ins Blickfeld der Gemeinden zu holen.
Beide Kirchgemeinden wissen, dass es wohl eher selten ist ist, dass eine in schlechten politischen Tagen begründete Ost-West Partnerschaft den Vereinigungsprozess überlebt hat und dabei so viel mit Leben gefüllt war und ist. Bemühungen, diese Partnerschaft weiterhin lebendig zu gestalten und die Einsicht, dass sie fruchtbringend ist, gibt es auf beiden Seiten.
Anke Kieseler-Hausberg, Mai 2009
Internet: www.kirche-sasel.de
Ein Gruß aus unserer Partnergemeinde Hamburg Sasel
Pfingsten feiern wir den Geburtstag der Kirche. Gottes
Geisteskraft war bei den Jüngerinnen und Jüngern, so dass
ihre Botschaft in allen Sprachen zu verstehen war: In
Jesus Christus ist Gott uns nahe.
Pfingsten 2012 feiern wir den Geburtstag der Nordkirche.
Für uns in Sasel hat das erst einmal keine direkten
Auswirkungen. Wir gehören ja auch zu dem zahlenmäßig
großen Teil. Oder hoffen wir das nur? Und was wird aus
den kleinen?
Wir haben große Aufgaben. Es gilt, eine Partnerschaft zu
leben, in der Zahlen nicht die größte Rolle spielen. Die
Nordkirche heißt für mich, auf einander zuzugehen und
zunächst die Sprache der anderen zu lernen. Das meine
ich auch wortwörtlich, denn die getrennte Ost-West-
Vergangenheit hat sich verschiedene Traditionen
entwickeln lassen. Es fängt bei einer Begrüßung an. Mein
„Hallo“ auf Abstand wirkt vielleicht unhöflich in
Mecklenburg. Ich musste erst lernen, dass zur Begrüßung
da der Händedruck gehört. Wenn wir das gleiche sagen,
schwingt doch eine ganz andere Vergangenheit mit. Das
birgt die Gefahr von Missverständnissen, wenn man nicht
den Hintergrund der anderen kennt. Nach der Wende gab
es viel Sprachverwirrung, weil wir doch vermeintlich
dasselbe meinten.
Diese wird nicht mit der Entstehung der Nordkirche
behoben. Aber es wird viel Gelegenheit geben, einander
zu begegnen, wie wir es zwischen Sasel und Lichtenhagen
Dorf schon Jahrzehnte tun. Wo Gottes Geisteskraft weht,
ist es uns möglich, sprachfähig zu werden und in einen
Dialog zu treten, der beide Seiten verändert. Dann werden
wir nach und nach eine Gemeinschaft werden, die andere
nicht ausgrenzt, Vorurteile abbaut und das Beste für alle
gibt.
Die Form der Kirche verändert sich je nach den
zeitgeschichtlichen Entwicklungen. Unser Fundament
kann nichts erschüttern: In Jesus Christus ist Gott uns nahe.
Ihre Susanne Bostelmann (Seit 10 Jahren Pastorin in Hamburg-Sasel)
Frauenchor Sasel Benefizkonzert 2010 [111 KB]