Neugründung der Nordkirche
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Die Nordkirche
wird Pfingsten 2012
gegründet
Am Pfingstsonntag ist es soweit: Die Evangelisch-
Lutherische Kirche in Norddeutschland wird gegründet.
Zu der gemeinsamen neuen Kirche haben sich die bisherigen
Kirchen von Mecklenburg, Nordelbien und Pommern
zusammengeschlossen. Mit deutlichen Mehrheiten ist dies
auf einer gemeinsamen Synode am 8. Januar 2012 in
Warnemünde-Hohe Düne beschlossen worden. Für die
Verfassung stimmten 227 der 266 Mitglieder der
Verfassunggebenden Synode.
Im Zuge des Zusammenschlusses werden 15 Prozent der
Ausgaben für Leitung und Verwaltung eingespart, wobei
betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind. Die
eingesparten Gelder sollen der Gemeindearbeit vor Ort
zugute kommen.
Die „Nordkirche“, wie sie kurz genannt wird, hat dann 2,3
Millionen Mitglieder, die in 13 Kirchenkreisen zu Hause
sind. Das Gebiet reicht von Helgoland und Nordfriesland
über die Metropole Hamburg zu den Inseln Rügen und
Usedom bis hin zu einigen Gemeinden, die auf
nordbrandenburgischem Gebiet liegen.
Der eigentliche Weg zur Fusion hat gut vier Jahre gedauert,
aber die drei Kirchen waren schon über Jahre und
Jahrzehnte miteinander verbunden. Nicht nur durch Ortswechsel
nach der Wende, sondern vor allem durch vielfältige
Partnerschaften, die zurzeit der deutschen Teilung
viele Menschen und Gemeinden verbunden haben.
Sichtbares Zeichen der Nordkirche ist das Gemeindeleben
in den insgesamt 1.067 Kirchengemeinden mit ihren
1.900 Kirchen, darunter zahlreiche Dorf- und Stadtkirchen,
die unter Denkmalschutz stehen. Wichtig in einer
Kirche ist nicht so sehr die Organisationsform, sondern
dass das Evangelium von Jesus Christus möglichst gut
und breit verkündigt wird. Dazu gibt die Nordkirche ein
stabiles Fundament. Weitere Informationen:
www.kirche-im-norden.de